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MEINE MOSEL WINZER

Nick Köwerich, Leiwen

Köwerichs machen zu 100% Riesling. Das haben sie mit vielen anderen Moselwinzern gemeinsam. Neu ist, dass sie ihre Weine anders definieren als üblich. Statt komplizierte Lagennamen herunterzubeten, mit denen man „Weinkennern“ imponieren kann, beschreiben sie auf ihrem Etikett, wie der Wein sich anfühlt, wie er schmeckt, wie er wirkt. Dass er aus erstklassiger Lage stammt ist dabei so selbstverständlich wie für den echten Weingenuss zweitrangig.

Damit auch die Etikettentrinker auf Ihre Kosten kommen, ist auf dem Riesling Für Träumer & Helden doch die Lage vermerkt: Leiwener Laurentiuslay. Verständlich – handelt es sich doch um eine der besten Riesling-Steillagen an der Mosel. Der Stolz auf den Spitzenwein aus dieser Lage hat sicher auch mit dem enormen Aufwand zu tun, den die Pflege der Reben eines steilen Schieferberges mit sich bringt.

Köwerich
Karl-Josef Loewen und sein Sohn Christopher, Leiwen, Mosel

 

 

Carl Loewen, Leiwen

Seit Anfang der 90er Jahre ist die Gegend um Trittenheim und Leiwen nicht mehr das Schnitzel-und-Fritten-Land, als das es Jahrzehnte lang verschrien war. Eine Menge toller Restaurants locken Feinschmecker und gerne-gut-Esser in die Gegend rund um Trier. Und auch der Weinbau hat qualitative Quantensprünge gemacht.

Nicht ganz unbeteiligt daran war die Vereinigung der Leiwener Jungwinzer, zu denen auch Karl-Josef Loewen gehörte. Es begann 1985 mit fröhlichen Probenrunden der üblichen Art. Dann kamen konsequente Definitionsproben als wichtige Schritte auf dem Weg zur optimalen Riesling-Qualität. Das Ergebnis sind jene Spitzenweine aus den Top Lagen der Mittelmosel, die auch bei nationalen und internationalen Vergleichen immer gute Erfolge erzielen.

Loewens produzieren zwei der genialsten Alltagsweine der gesamten Mosel, die dazu noch ein phantastisches Preis-Leistungsverhältnis darstellen. Zum einen den duftigen Varidor, herrlich duftig, substanzreich und harmonisch trocken. Und der feinherbe Quant, Nicht ganz so duftig wie der Varidor, aber dafür saftiger. Beide Weine besitzen eine tolle Balance, die herzhaftes Essen keineswegs scheut.
(nach Stuart Pigott. Wein spricht Deutsch)

Loewen
Gästehaus im Weingut Stefan Hermen, Trittenheim, Mosel
Hermen
 
 
Stefan Hermen, Trittenheim

Stefan Hermen ist ein typischer Moselwinzer. Seine Rebfläche ist klein und sein Name einer breiten Weinöffentlichkeit nicht bekannt. Daher hat er einen Hauptbroterwerb als Weinbauberater der Fachhochschule Trier und macht sozusagen nebenbei Wein. Er baut Riesling und Weissburgunder an in der besten Trittenheimer Steillage, der Apotheke. Das Resultat ist nicht von schlechten Eltern und der Weinabsatz legt deutlich zu.

Hermens Motto lautet: Wir trinken, was wir können, den Rest verkaufen wir.

Nebenbei führen die Hermens noch ein Gästehaus, in dem man sich rundum wohl fühlt. Ich geniesse die Atmosphäre, wenn ich auf meinen Weinreisen dort Station mache. (www.weinundbett.de)

Stammhaus vom Weingut Julius Wegeler in Bernkastel, Mosel
Bernkasteler Doktor, die bekannteste Lage vom Weingut Julius Wegeler aus Bernkastel an der Mosel
Wegeler Bernkastel

 

 

Julius Wegeler, Bernkastel

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Reinhold Franzen, Bremm

Der steilste Weinberg Europas, und damit wahrscheinlich auch der Welt, liegt an der unteren Mosel, beim Weinort Bremm an der sogenannten Terrassenmosel.

Der Bremmer Calmont ist 378 Meter hoch, und seine Neigung beträgt fast 70°.

«Der Kölner Dom des Rieslings», so beschreibt Stuart Pigott die Weinberge.

 

Der Calmont entstand im Devon vor ca. 400 Millionen Jahren. (Ich will mich nicht auf’s Jahr genau festlegen.) Die Hauptbestandteile des schroffen Gesteins sind Schiefer und Grauwacke. Rund zwei Kilometer lang zieht sich der Südhang entlang der engsten Schleife der Mosel.

 

Der karge Schieferboden besteht zu ca. 60 % aus Stein. Die zum Teil über 40-jährigen Rieslingreben liefern relativ geringe Erntemengen. Die hervorragende Qualität der frucht- und aromareichen, filigranen Rieslinge entschädigt die Winzer für die geringen Erträge.

 

DAS Weingut am Calmont ist das Weingut Reinhold Franzen. Zusammen mit seiner Frau Angelina führt Kilian das Weingut. Nachdem Ulrich Franzen 2010 bei einem Weinbergsunfall zu Tode kam, führt Sohn Kilian mit seiner Frau Angelina die Tradition des Weinbaus am Calmont fort. „Dass es schwer für uns werden würde, war klar. Aber dass es so viel Spaß mit sich bringt, hätten wir nicht gedacht.“

Franzen
Richter

 

 

Richard Richter, Winningen

Zwischen Himmel und Fluss wird die Annäherung an den Ursprung von Moselwein extrem steil! In Millionen von Jahren hat das Wasser steilste, windgeschützte Hänge mit einem Repertoire bester Schieferlagen geschaffen. In jahrtausender langer Arbeit wurden sie von Menschen mit Terrassen kultiviert. Heute sind sie die Grundlage für die einzigartigen Rieslinge, die nach traditioneller Art in hergestellt werden.


Tiefe, Reinheit, Wahrhaftigkeit, Klarheit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Unmittelbarkeit, Komplexität, Authentizität, Vielschichtigkeit sind nur einige Begriffe, die Richters beim Nachdenken über ihre Weine finden. Wichtig sind ihnen, dass sich naturbelassene Frucht mit jahrgangstypischer Säure und perfekt eingebundener Mineralität verbinden. Das erfordert Einsatz. Selektive Handlese und sorgfältigste Arbeit im Keller sind nur zwei strenge Qualitätskriterien, zu denen sie sich gerne verpflichten. Nur so entstehen Weine, die allergrößte Trinkfreude versprechen verbunden mit einem exzellenten Reife – und Alterungspotenzial, auch noch in vielen Jahren.

Das eine gut funktionierende "Vetternwirtschaft" und die gemeinsame Liebe für etwas Besonderes der Qualität überaus dienlich ist, wollen die Cousins mit ihrer Arbeit im Weinberg und im Weinkeller zum Ausdruck bringen. Bei ihnen verschmelzen Profession und Passion mit dem Ergebnis höchst emotionaler Weine voller Rasse, Kraft und Dichte. Eine vinologische Liebeserklärung an die Mosel und alle Weinfreunde.

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Hermann Ludes, Thörnich

Hervorragende Riesling Moselweine und Raritäten aus den renommierten Lagen Thörnicher Ritsch und Klüsserather Bruderschaft.
Ludes’ betreiben seit mehr als acht Generationen Weinbau in Thörnich an der Mittelmosel.

 

Die heute von ihnen bewirtschaften Weinbergsparzellen befinden sich ausschließlich in Spitzenlagen wie Thörnicher Ritsch, Klüsserather Bruderschaft und Trittenheimer Apotheke.
Alle sind südlich bis südwestlich exponiert.
Ausdruck ihres konsequenten Qualitätsstrebens ist es, dort lediglich die Rebsorte zu kultivieren, die die grössten Weissweine der Welt hervorbringt: den Riesling.
Er ist seit Jahrhunderten in den großen Lagen der Mittelmosel heimisch. Hier vermag er seine Stärken voll auszuspielen und die hier gewachsenen Weine bestechen durch Fruchtigkeit, Komplexität und ein unvergleichliches Süß/Säure-Spiele.

Bewirtschaftung von Steil- und Steilstlagen, die eine Hangneigung von bis zu sechzig Prozent aufweisen und von den klassischen Schieferverwitterungsböden der Mittelmosel geprägt sind.
Bis 100 Jahre alte, meist wurzelechte Rebanlagen sowie geringer Anschnitt im Weinberg und die Gewährleistung einer guten Humusversorgung der Stöcke bilden die Grundlage für zucker- und extraktreiches Lesegut, das in der Folge schonend verarbeitet wird.

Im Keller gilt das Prinzip, weitgehend auf Behandlungsmittel in Most und Wein zu verzichten.
So entstehen sorten- und lagentypische Rieslingweine, die sich durch Authentizität, Langlebigkeit und Bekömmlichkeit auszeichnen.

Kaum ein Weisswein lässt sich Länger einlagern, als unsere!

Überzeugen sie sich selbst. Zum Wohl !

Ludes
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Mosel, Carl Loewen

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