MEINE RHEINGAU WINZER

 

 

 

Irene Söngen, Hattenheim

Ein neuer Name aus dem Rheingau! Es gibt denn doch noch Geheimtipps. Söngens bewirtschaften ca. 10 ha, die zu 95% mit Riesling bestückt sind.

Söngens machen keine dieser komplexen und komplizierten Rieslinge, wie man sie im Rheingau so oft findet, und bei denen man beim Trinken zu viel denken muss. Gradlinig und frisch ohne pampige Restsüsse. Wenn sie Restsüsse haben, dann ist die normal entstanden, in dem die Weine einfach aufgehört haben zu gären.

Niedrige Erträge, schonende Traubenbehandlung und –verarbeitung verstehen sich bei qualitätsorientierten Winzern von selbst. Die Ernte erfolgt ausschliesslich per Hand – mit allen Familienmitgliedern.

 

 

Julius Wegeler, Oestrich

Man wagte sich an eine Cuvée aus den qualitativ hervorragendsten Lagen, die Trauben vollreif und selektiv geerntet in hoher Spätlese-Qualität, reduzierte Erträge, langsame Gärung und lange Lagerung auf der Feinhefe, Flaschenlager nach der Abfüllung und Verkauf erst 15 Monate nach der Lese. Aufmerksame Leser und Riesling-Trinker merken hier auf: das sind doch ungefähr die heutigen Kriterien für Grosse und Erste Gewächse! Und genau so ist es: der Geheimrat J, so wurde die Riesling-Cuvée benannt  in Erinnerung an Julius Wegeler, den Gründervater des Weingutes Ende des 19. Jahrhunderts, ist so etwas wie der Stammvater der heutigen deutschen Premium-Weine.

Der Geheimrat J vereint den rassigen und eleganten Charakter der mineralischen Schiefer-Steillagen von Rüdesheim und Geisenheim mit den charaktervollen, stoffigen und cremigen Rieslingen der Löss- und Quarzitlagen des mittleren Rheingaus. Die beste Trinkzeit hat der Wein ab ca. drei bis fünf Jahren Flaschenreife. Sein beachtliches Potential behält er locker während der nachfolgenden 15 Jahre.

Die "aktuellen" Wegelers vom Weingut Julius Wegeler aus Oestrich im Rheingau
 
Das Ehepaar Becker vom Weingut J.B.Becker in Walluf, Rheingau

 

J.B. Becker, Walluf

So individuell und eigen(-sinnig) wie Hans-Josef Becker und seine Schwester Maria sind auch die Weine. Alle werden mit eigenen Hefen vergoren und in den traditionellen, 600, 1200 und 2400 Liter fassenden Holzfässer schonend ausgebaut. Die Weine bleiben lange auf dem Hefelager und werden nie vor dem nächsten Frühjahr abgefüllt. Hajo Becker hat schon „Erste Gewächse“ gemacht, als man die Rheingauer Spitzengewächse noch nicht so nannte. Beschränkung der Erträge und selektive Handlese sowie ausschliesslich Riesling und langes Fasslager waren schon immer gang und gäbe bei Beckers.

Bei Beckers Individualismus heissen die „Ersten Gewächse“ halt „Alte Reben“. Der einzige Nachteil ihrer Weine ist, dass sie sich dem Weintrinker nicht schnell erschliessen. Sie brauchen Zeit; am besten dekantiert man sie und geniesst sie nicht zu kalt aus grossen Gläsern.

 
Die leitenden Köpfe von Schloss Schönborn,Hattenheim, Rheingau: Ohne Haare: Kellermeisetr Florian Franke und Vertriebsleiter Christian Valk

 

Schloss Schönborn, Hattenheim

 
 
August Kesseler und sein Önologe Simon Batarseh, Rüdesheim, Rheingau

 

August Kesseler, Rüdesheim

Neben Schloss Johannisberg mutet es schon fast provokant an, dass es im historischen Talgrund noch ein weiteres Weingut gibt, dessen Weine dem Schloss in punncto Eleganz, Mineralität und Finesse ebenbürtig sind: das Weingut Johannishof besitzt erstklassige Lagen rund um den Johannisberg, in Winkel, Geisenheim und am spektakülären Rüdesheimer Berg.

 

Bereits die «einfachen» Weine sind vorzüglich, delikat und seidig. Die Grossen Gewächse sind pure Delikatesse und zählen in guten Jahren zur Rheingauer Spitze.

 

Der Rüdesheimer Berg Rottland etwa ist meist betörend seidig und zugleich füllig. Das Gut ist auch eier derf ührenden Produzenten von Charat-Weinen, die bei einem niedrigen Alkoholgehalt ansprechende Harmonie, Körper und Eleganz zeigen. Esers haben keine Angst vor rassiger Säure. Jeder ihrer Weine zeigt die Tugend des Rheingauer Rielsings: das fruchtbetonte Säurespiel.

(nach Stuart Pigott. Wein spricht Deutsch)

 
Rheingau-Laquai-Familie

 

Gilbert & Gisbert Laquai, Lorch

Die Lust auf Neues und das Bewahren einer jahrhundertealten Kultur gehen in unserem Weingut Hand in Hand. 2007 haben Laquais als erstes Weingut im Rheingau Querterrassen angelegt und 12 ha alte Steillagen rekultiviert.

Der Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft und die moderne, ökologische Bewirtschaftung mit einem fast geschlossenen Kreislauf sind seit vielen Jahren ein zentrales Anliegen.

 

Ebenso wichtig wie das kontrollierte Nichtstun ist es, im richtigen Moment zu handeln. Jeder Wein ist individuell und braucht individuelle Entscheidungen.

Das Ziel sind Steillagen­-Weine, in denen sich das Terroir und die Qualität der Trauben op­timal entfalten. Deshalb geben Laquais vom Rebschnitt über die 100%-ige Handlese bis zur vorsichtigen, aroma-­ und frucht­schonenden Verarbeitung im Keller allen Arbeitsschritten die nötige Sorgfalt.

 

Jeder Wein des Weingutes ist ein unverfälschtes und reines Naturprodukt ­

nach ökologischen und nachhaltigen Kriterien handwerklich und mit viel Sorgfalt hergestellt. Ob es um niedrige Traubenerträge geht, die sich nach dem richten, was die Natur schenkt, um Begrünungen, die wertvolle Lebensräume schaffen oder um die Rekultivierung brachliegen­der Rebflächen. Stets ist es das Bestreben, nach neuesten ökologischen Erkenntnissen beste Steillagen­-Weine zu erzeugen

und zugleich eine uralte Kulturlandschaft zu schützen und zu erhalten, für die die Winzer eine ganz besondere Verantwortung haben: Den Rheingau und das Weltkultur­erbe Mittelrheintal.

 
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