WEIN DER WOCHE

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Liebe Weinfreunde

 

Das Deutsche Weingesetz ist im Umbruch.

Es soll, wie fast in allen EU-Weinländern üblich,

vom Germanischen zum Romanischen Weinrecht umgeformt werden.

Treiber sind die romanischen Weinländer Spanien, Frankreich und Italien.

 

Beim Germanischen Recht richtet sich die Qualität nach der Reife der Traube,

gemessen in Grad Oechsle (°Oe) für die Schweiz und Deutschland,

und in Klosterneuburger Mostwaage (KMW) für Österreich.

Die höheren Qualitäten sind dann Kabinett, Spätlese, Auslese.

 

Beim Römischen orientiert sich die Qualität des Produktes an der Herkunft.

Je enger und kleinräumiger, desto höher die Qualität.

Die Herkunftszeichen sind z.B. AOC oder DOC.

Darin dann beispielsweise Premier und Grand Crus und Reservas und Gran Reservas.

 

Zu den Grossen Lagen in Deutschland:

Diese bezeichnen eine eng umgrenzte Fläche, auf der schon Immer (?!) hochwertige Weine wuchsen.

Die Grossen Weine von dort sind Grosse Gewächse, wenn sie trocken ausgebaut sind.

Sind sie süss, stammen sie aus Grossen Lagen mit dem Zusatz Kabinett, Spätlese, Auslese.

Man sieht hier den Versuch, das Germanische mit dem Romanischen zu versöhnen.

 

So weit die Theorie, wie ich sie bis jetzt verstanden habe.

Ich bitte die Gralshüter des Deutschen Weines, mich zu korrigieren.

 

Das neue Weingesetz befindet sich in der Vernehmlassung, wie der Schweizer formuliert.

Die Herkunft soll verstärkt als Qualitätsmerkmal Verwendung finden.

Es gibt einen Kabinettsentwurf des Landwirtschaftsministeriums, der jetzt zur Diskussion gestellt ist. Jetzt geben alle Interessensgruppen noch ihren Senf in den Brei.

 

Aber wir wären nicht in Deutschland, wenn die Weingesetzgebung einheitlich wäre.

Während fast im gesamten Bundesgebiet aus Grossen Lagen Grosse Gewächse kommen,

wenn die Weine trocken sind,

dürfen in Hessen auch normale trockene Weine aus Grossen Lagen gemacht werden,

die nicht Grosse Gewächse genannt werden müssen.

 

Und der Rheingau gehört zu Hessen und nicht zu Rheinland-Pfalz,

wo die meisten deutschen Weinregionen zuhause sind (Mosel, Pfalz, Rheinhessen, Ahr, Mittelrhein, Nahe)

Ergo kann man dort, in Hessen, auch Weine aus Grossen Lagen machen, die nicht Grosse Gewächse sind.

 

Und solche Wein haben wir hier:

Mittelklasse-Rieslinge, die für normale Münz eine überdurchschnittliche Qualität bieten.

Wie z.B.:

 

2019 Hochheimer Hölle Riesling trocken                               19.50 statt 21.00

 

2019 Hattenheimer Wisselbrunnen Riesling trocken          22.50 statt 24.00

 

2019 Rüdesheimer Berg Rottland Riesling trocken             25.00 statt 26.50

 

Und als Sonderknaller ein gereiftes Grosses Gewächs:

 

2009 Hattenheimer Pfaffenberg Riesling GG                        36.00 statt 38.00

 

Im Große-Lagen-Probepack mit je drei Flaschen

zu 309 statt 328.50 Fr., frei Haus.

Oder beliebig gemischt, ebenfalls frei Haus ab 309 Fr.

Ansonsten 18 Fr. Lieferpauschale

Angebot freibleibend und gültig bis zum 6. September 2020

oder solange Vorrat.

 

 

Viel Spass mit den kleinen Grossen Lagen 😊

 

Schöne Grüsse

Gregor Schönau

 

Zertifizierter Weinfachmann (SFS)

German Wine Professional (DWI)

 

 

 

P.S.:

In der Aktion 12 für 11 gibt es

2019 Riesling Alte Reben trocken

von Carl Loewen zu 198 Fr. statt 216 Fr.

 

P.P.S.:

Als Rarität:

2019 Charmant Riesling feinherb

von Stefan Hermen zu 12.50 Fr. statt 16 .50 Fr.

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